Adolph KOLPING und sein Werk - Teil 1

Shownotes

„Der Mensch muss sich mit anderen Menschen verbinden, sobald er etwas will, was einfach die Kräfte des Einzelnen überschreitet.“ Ein Zitat von Adolph Kolping, der vor über 200 Jahren geboren wurde. Er hatte moderne Ideen, die noch heute aktuell sind. Mit den Gesellenvereinen entwickelte er neue Formen des Zusammenlebens und Lernens. Als leidenschaftlicher Priester setzte er sich intensiv mit politischen und sozialen Fragen auseinander. In nur 20 Jahren schuf Adolph Kolping in ganz Europa ein Netzwerk von Gesellenvereinen und gab Tausenden Orientierung und Hilfe. Deshalb widmen wir ihm und seiner Geschichte drei Podcastfolgen.

Gast: Ullrich Vollmer, ehemaliger Kolping-Bundessekretär
Host: Johanna Horn

Wer mehr über die reiche Vergangenheit von Kolping Deutschland und die handelnden Personen erfahren möchte, dem sei die „Verbandsgeschichte in Lebensbildern“ empfohlen, die im Kolping-Shop online zu bestellen ist. Das zweibändige Werk von Thomas Dörflinger und Ulrich Vollmer schildert anhand von Porträts prägender Persönlichkeiten, wie der Verband zu dem geworden ist, was er heute ist. Die Bände behandeln die Anfänge (1846–1945) und die Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung (1946–1995). Zum Online-Kolping-Shop Mehr Infos zur Verbandsgeschichte

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:05: Tut jeder in seinem Kreise das Beste?

00:00:08: wird es bald in der Welt besser aussehen.

00:00:10: Das ist ein Zitat von Adolf Kolping, eines von vielen.

00:00:14: Er hat in seinem Leben im neunzehnten Jahrhundert sehr viele kluge Sachen gesagt und auch gemacht.

00:00:19: Gilt als Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung ist Vorbild- und eben Gründer von Kolping einer der größten katholischen Verbände in Deutschland mit all seinen vielen Mitgliedern, die sich damals wie heute sozial engagieren zum Beispiel in den Bereichen Jugendbildung oder Familie Immer basierend auf christlichen Werten.

00:00:40: Und deshalb geben wir Adolf Kolping und seiner spannenden Geschichte die verdiente Bühne, hierbei gesellig der Kolping-Podcast!

00:00:46: Und so richtig tief drin in der Geschichte ist Ulrich Vollmer heute zu Gast.

00:00:51: Hallo lieber Uli.

00:00:52: Ja auch beiderseits herzlich willkommen.

00:00:54: Bevor wir zu adolf kolping kommen ein bisschen was über dich gerne Uli.

00:00:58: ist vierzehn Jahre lang Bundessekretär bei Kolping gewesen und inzwischen im Ruhestand aber eigentlich ja nicht, weil du sitzt hier und warst eben auch schon im Archiv.

00:01:07: Also du kannst einfach nicht hier weg!

00:01:09: Der Unterschied ist natürlich dass man wenn man was ehrenablich macht selber entscheiden kann wie viel

00:01:16: Du machst also das Ehrenamt hauptberuflich nach wie vor.

00:01:19: Nein, nein, nein!

00:01:21: Das hält sich schon den Gretz.

00:01:22: Und wann hat es angefangen, dass du dich so sehr eben für Adolf Kolping interessierst?

00:01:29: Ich würde schon fast sagen vernaht bist auch ein bisschen in ihn denn immer wenn der Namen fällt sprudelt so aus dir raus weil er für dich offenbar ein sehr besonderer Mensch ist, der dich wahrscheinlich und deine Arbeit auch geprägt hat.

00:01:42: Also angefangen hat es eigentlich Als meine Kolbix-Familie, das muß so in nineteenhundertfünf und siebzig gewesen sein im Vorstand durch einen Handwerksmeister der selber durch und durch Kolbin geprägt war.

00:01:57: Und ein Interesse daran gehabt hat, dass unsere Kolbics Familie sich im Bereich der Jugendarbeit wieder auf den Weg macht, sich engagiert eingeladen hatte zu einem Informationsarzt.

00:02:09: Ein damaliger Jugendreferent des Dürze-Selfverbandes Münster sehr begeistert, letztendlich gesehen auch nicht langatmig.

00:02:18: Aber die Geschichte des Verbands ist die Person Adolf Kolping dargestellt hat.

00:02:23: und was mich damals sehr stark fasziniert hat war eigentlich ein Verband zu haben dem in die Wiege gelegt worden ist von Adolf Colping das Engagement für und mit jungen Menschen der aber sich in der Entwicklung, seiner weiteren Entwicklung dann von einem klassischen Jugendverband zu einem generationsübergreifenden Verband entwickelt und aufzusprechen.

00:02:47: Das hat mich schon mal fasziniert!

00:02:49: Das Zweite ist glaube ich das verdanke ich auch dem damaligen Vorstand unserer Kolbix-Familie die uns jungen Menschen, die wir uns dann in der Kolbx Familie vor Ort engagiert haben im wahrsten des Wortes losgeschickt haben.

00:03:08: So dass wir Verband erleben und erfahren konnten, was es auch heißt überörtlich sich zu engagieren Menschen kennenzulernen miteinander auch etwas zu tun also zu Konferenzen zur Tagung zur Jugendtage zur Bildungsveranstaltung.

00:03:26: und das wurde sehr stark gefördert durch den Vorstand unserer Kolbingsfamilie.

00:03:32: Und so bin ich eigentlich immer weiter schrittweise in die Verantwortung auch gekommen.

00:03:38: Auch auf überörtlicher Ebene, teilweise weil ich auch frühzeitig wohl mein Mund aufgemacht habe.

00:03:45: Ich weiß auch noch gut, dass der damalige Dürze Samenpräse von Münster irgendwann auf mich zukam und sagte, hör mal zu Uli willst du nicht Dürzes Samen weiter werden?

00:03:56: Also für die Kolping Jugend verantwortlich sein.

00:03:58: Damals hieß das Jungkolping Und so bin ich immer weiter schrittweise in Verantwortung gekommen, nach fünf Jahren in Münster.

00:04:07: Dann wie gesagt, fünf Jahre sogar auf Bundesebene.

00:04:10: Damals hieß das Zentraleiter Jungen Kolping gewesen und habe natürlich während all dieser Jahre mich immer wieder auch mit der Person an auf Kolpings auseinandergesetzt die mich schon ein Stück weit fasziniert hat im wahrsten Sinne des Wortes weil er sehr zielstrebig war Und mich natürlich auch mit der Verbandsgeschichte auseinandergesetzt habe.

00:04:33: In meiner Zeit als Bundessekretär habe ich häufig gesagt, wenn es um Weiterentwicklung des Verbandes gibt wir müssen dem Verband nicht neuer finden aber wir müssen schauen dass wir nicht zu einem rein Traditionsverein oder Geschichtsverein wären sondern wir müssen ihn positiv weiter entwickeln

00:04:52: und mit der Zeit gehen.

00:04:54: Mit der Zeit haben wir immer genau und nicht so für ein nachlässiger letztendlich gesehen, was Adolf Kolping denn auch wirklich gewollt hat.

00:05:01: Das waren die Grundlagen des Verbandes.

00:05:03: Dass sich auch da etwas verändert oder weiterentwickelt hat ist auch keine Frage.

00:05:09: Aber die Werte bleiben zum Beispiel?

00:05:12: Die Werten bleiben und auch die Zielsetzung, die Adolf Kalping eigentlich gehabt hat.

00:05:18: bei ihm war es ja aus den wandenden Handwerksgesellen tüchtige Staatsbürger, tüchtigen Handwerkmeister Tüchtige Familienväter und tüchtige Christen.

00:05:28: Schon zu Adolf Kolpik's Zeiten war das für ihn überhaupt keine Frage gewesen, dass in seinen katholischen Gesellenvereinen auch evangelische Christen Mitglieder mitgenommen wurden.

00:05:39: Wohlwissend wäre es die Katholische Gesellverein Mitglied wären wollte – und die selber katholisch war musste schon wissen letztendlich gesehen, dass ist ein katholiccher Verbandwaren.

00:05:49: Aber diese Offenheit hat mir schon immer gefallen!

00:05:52: Und dann hast du angefangen auch Bücher über ihn zu schreiben und bist da richtig tief eingetaucht in diese Geschichte.

00:06:00: Ich würde sagen, das machen wir jetzt auch mit dir zusammen wenn wir den Experten schon mal hier sitzen haben.

00:06:04: Also geboren wurde Adolf Köping am achten Dezember Kerben im Rhein-Erftkreis hier in Nordrhein-Westfalen.

00:06:12: Er war das Vierte von fünf Kindern, seine Kindheit war liebevoll und glücklich obwohl die Familie eben nicht viel Geld hatte.

00:06:20: mit drei zehn Jahren hat er dann den Beruf des Schumachers gelernt weil seine Eltern sich das auch so ein bisschen gewünscht hatten wie man es halt eben macht.

00:06:27: Jungen Lernen war es wahrscheinlich oder auch das und nach der Lehre unter Gesellenprüfung hat er denn auch als Schumacher gearbeitet.

00:06:35: und dann Uli

00:06:37: Er hatte ja letztendlich diesen stillen Wunsch gehabt, er wollte katholischer Priester werden.

00:06:42: Das ist ihm dann durch einen, man würde heute sagen Stipendium auch ermöglicht worden und so hat er hier in Köln das Abitur nachgemacht, hat dann sein Studium in München und in Bonn absolviert bevor er in der Minoritenkirche, da wo er auch heute begraben

00:07:02: wird.

00:07:03: Das kann

00:07:03: damals die Weihekirche des Erzbistubs-Golm davon die Priester gewalt und in dieser Kirche ist er dann auch selber zum Priester geweiht.

00:07:13: Interessant!

00:07:14: Sein Wunsch wenigstens soweit ich mir das angelesen habe... viele meinen, dass das Kolping hätte Priester werden wollen um nachher dem Wandernden gesellen weil er selber auch als geselle tätig gewesen ist in der damalige Zeit um ihnen zu helfen.

00:07:33: Das ist aber nicht der Fall.

00:07:36: Nein, Kolping war ein intelligentes Mürschchen, der für sich vollkommen klar hatte, der wollte eigentlich in die Wissenschaft und den damaligen Erzbischof von Köln hatte aber angewiesen, dass jeder Neupriester wenigstens zwei Jahre in die Fasel sorge musste.

00:07:52: Und so ist er dann nach Wuppertal oder nach Elberfeld gekommen an St.

00:07:57: Laurentius und dort war er zweiter Kaplan.

00:08:02: In Elberfield ist er mit Johann Georg Heuer dem Hauptlehrer in Kontakt gekommen.

00:08:09: Da fing ja alles an mit dem Verband?

00:08:11: Ja, sagen wir mal ... Das ist ja die große Frage, die viele Menschen, die sich mit der Verbandsgeschichte auch intensiv beschäftigt haben.

00:08:22: Wer ist der Gründer des Verbandes?

00:08:25: Ich glaube man kann heute sagen das Verdienst von Johann Gregor Breuer ist es dass er letztendlich gesehen in die Idee des Gesellenvereins auf den Weg gebracht hat.

00:08:36: Johan Gregor Bräuer war gebunden durch seine Tätigkeit als Lehrer.

00:08:41: Er war Familienvater Adolf Kolping, der zweiter Präsis.

00:08:46: Der erste ist das katholische Gesellenvereins von Elberfeld geworden ist.

00:08:52: Sein Verdienst ist es und das ist auch so letztendlich gesehen dass er sich hat bewusst dann nachher nach Köln versetzen lassen eine Domfika-Stelle nicht gut dotiert angenommen hatte um letztendlichen gesehen vom Kölner aus die Idee von Johann Gregor Beuer, nämlich die der katholischen Gesellenvereine.

00:09:17: Die Kolbing sicherlich auch noch mal weiterentwickelt hat das ist richtig aber daraus letztendlich gesehen eine breite Bewegung zu machen.

00:09:24: Die eigentliche Idee der gesellen Vereine stammt nicht von Kolping selber dass für Dienstand auf Kolbings gewesen war, dass er aus diesem örtlichen Verein eine verbanzte Idee entwickelt hatte, die heute weltweit letztendling gesehen auch tätig ist

00:09:42: Und er hat immer den Kontakt auch zu den jungen Menschen, zu den Gesellen gehalten und gepflegt oder?

00:09:48: Ja als er irgendwie nach Köln gekommen ist, hatte er kurz darauf letztendlich gesehen auch hier den Kölner Gesellverein gegründet.

00:09:55: Der ja dann eigentlich zum Zentralverein über viele Jahre des gesamten Verbandes das auch geworden ist.

00:10:03: und als dann Düsseldorf auch gegrundet worden ist gab es dann Die Gründung des Rheidischen Gesellenbundes auf Anregungen von Adolf Kolping auch.

00:10:14: Und das ist die eigentliche Gründungs des Verbandes, die GründUNG des RHEIDISCHEN Gesellen-Bundes!

00:10:20: Das was wir letztes Jahr gefeiert haben hier in Köln mit der Jubiläumsfeier.

00:10:24: Das war die Gründenung des Verbandes.

00:10:26: Und es war achtzehnfünfzig?

00:10:28: Wurde aber dann später zum katholischem Gesellenverein?

00:10:31: Der Verband hat sich da das mal ein reinischer Gesellenmund überfällt.

00:10:35: Düsseldorf, Köl... Alle am Rhein.

00:10:38: und dann wurde klar,

00:10:40: dass

00:10:41: es gab immer weitere Geselfereine hinzu die dann Mitglied auch disverbandes werden wollte.

00:10:47: Und das hat mit sich gebracht, dass man letztendlich gesehen hingegangen ist und eine Umbenennung des Verbandes gegeben

00:10:54: hat.".

00:10:55: Und was war denn los in diesem Verein?

00:10:56: Wie sah das da aus?

00:10:57: Was hat man gemacht?

00:10:58: Man kann es eigentlich am besten damit beschreiben... Kolbix für seine Geselfvereine war gewesen, vielleicht in diesem Satz Gott zu Ehre und den Gesellen zum Vorteil.

00:11:13: Heißt letztendlich gesehen alles dranzusetzen dass diese jungen Männer das waren ja alle ledige junge Männer denn wer heiratete oder Bruchs oder seiner Meister prüfe oder sich selbstständig machte schiedt ja aus.

00:11:26: okay

00:11:27: aus dem katholischen geselb vereint

00:11:28: also man musste unverheiratet sein und unselbständig.

00:11:32: genau Zielsetzer war gewesen, mir Gott zu Ehre.

00:11:35: Den Gesellen zum Vorteil letztendlich gesehen und dann in Anlehnung an diese vier Zielsätze von Adolf Kolpings der Staatsbürger, der Handwerker oder der gute Meister, der Familienvater und der gute Christ.

00:11:50: Das spiegelte sich eigentlich im Alltag der Gesellschaftvereine wieder, indem wie schon in dem Breuersche Gesellschaftverein sowohl gesungen wurde es wurde auch gefeiert was natürlich viele mit von Adolf Kolping zu seiner damalige Zeit was Stirn ruzzelt auch zum Geld, das genommen haben.

00:12:09: nicht alle waren begeistert.

00:12:11: Weil es natürlich auch eine neue Form gewesen war um Menschen auf diesen Wege ein Stück weit an Kirche und Glaube heranzuführen aber aus ihnen tüchtigen Menschen zu machen.

00:12:26: also in dem ihnen das Rüstzeug mitgegeben wurde, in dem Bildung passierte.

00:12:32: In dem kulturellen beruflichen Bildung oder staatsbürgerliche Bildung würden wir heute vielleicht auch sagen dort auch stattgefunden hat wobei klar war dass weitgehend in den ersten zwanzig dreißig jahren ist ein so genanntes politik verboten kann.

00:12:47: innerhalb der gesellen vereine

00:12:49: heißt man durfte nicht über politik reden oder

00:12:51: nicht darüber geredet wurde.

00:12:53: Ich weiß, ich kann dich gar nicht sagen.

00:12:55: Aber eigentlich gab es ein Politikfilm damit kein Unfriede

00:12:58: erst.

00:13:00: Was aber nicht hieß oder nicht heißt das ist keine politische Beluga.

00:13:06: Man hat darüber gesprochen, aber nicht drüber gestritten so.

00:13:11: Das heißt die jungen Männer hatten also Orientierung, aber eben auch ja eine Gemeinschaft und ihren Spaß im Leben den sie vielleicht allein irgendwie nicht so gehabt hätten?

00:13:21: Ja!

00:13:22: Und natürlich kam dann noch mal hinzu, dass er letztendlich gesehen auch dafür gesorgt hat.

00:13:28: Dass es auch für die wandrenden Gesellen auch Unterkunftsstand gab.

00:13:33: Das hat sich eigentlich das kann man sagen bis neunzehntreiunddreißig.

00:13:37: kann man wirklich sagen, dass alle Bereiche neben der Verband der Gemeinschaftsbildung in den Gesellenverein stattgefunden hatten.

00:13:48: aber die Einrichtung ob jetzt die Unterkunft in den Gesellenhospitium, ob die Sparkassen, ob der Krankenkassen oder ob die Sterbekassen.

00:13:59: Die ist alles gegeben hat in den katholischen Gesellenvereinen auch schon zu Koopingszeiten auf den Weg gebracht wurden und immer weiterentwickelt worden.

00:14:06: aber auch sie waren immer ausgerichtet auf die Mitglieder des Verbandes.

00:14:13: also wer Mitglied in einem gesellenverein war Der konnte letztendlich gesehen und durfte auch in den Gesellenhäusern, wenn er auf Wanderschaft unterwegs war.

00:14:24: Musste aber natürlich wahrscheinlich auch was dafür tun mitarbeiten?

00:14:26: Mitmachen?

00:14:27: Nein!

00:14:28: Man zahlte schon ein Obolus, dass man dort unternachten konnte.

00:14:32: Man nahm an Gemeinschaftsveranstaltungen teil, man nahmen an den Bildungsveranstaltung teil.

00:14:38: Während dieser Zeit gingen die gesellen Jahre Arbeit das waren ja dann einige hundert.

00:14:44: Unter anderem zum Beispiel hier in Köln auch untergebracht wurden, nicht nur hier in diesem Haus.

00:14:49: Sondern es gab hier noch zwei oder drei weitere Kolbingerhäuser.

00:14:52: Die ging ja alltags natürlich ihre Arbeit nach bei ihren Meistern und kehrten dann abends ein und erlebten dann eben die Gemeinschaften.

00:15:01: Es gab eine sogenannte Wanderordnung.

00:15:04: Man muss sich da so vorstellen wie die wandenden Gesellen, die dann unterwegs war.

00:15:10: ich weiß das von meinem eigenen Großvater.

00:15:12: Ich habe jetzt noch mit unseren Familien Archiv noch mal eine Mitgliedskarte aus Luzern gefunden.

00:15:19: Nein, nein!

00:15:19: Von九zehundertzwölf als mein Großvater Mitglied war eines Vereins also wenn man unterwegs war wurde man Mitglied in einem Gesellenverein und damit konnte man dann letztendlich gesehen auch ein Haus vor Ort war, wenn es ein Gehospitium, heute sagen wir einen Kolbigenhaus gab oder einen Kolping Jugendwohnen will man heute sein, konnte man dann letztendlich gesehen dort eben auch unterkommen.

00:15:46: Und in den Gesellenvereinen vor allem im ländlichen Bereich wo es keine Häuser gab hatte der Vereinswirt, die hat natürlich alle eine Vereinswirtschaft.

00:15:56: damals gab es keine Fahrzentren so wie wir das heutige sondern Gesellverein hatte immer vor Ort ein Wirt und dieser Wirt musste für wandende Gesellen Ein, zwei Gästezimmer.

00:16:11: Ach so, freihalten?

00:16:12: Freihalten!

00:16:14: Die erste Nacht, wenn jede Geselle kam war noch kostenlos auf Kosten des Gesellschaftsvereins.

00:16:24: Wenn dann der Geselle sich bei Preises vorgestellt hatte und dann in den Wanderbuch stand wird aufgenommen, dann konnte er bleiben musste natürlich dann nachher auch ein Obolus dafür ertrichten, dass er dort unterkab.

00:16:41: Und wenn er dann weiterging auf die Wanderschaft, dann musste er wieder zum Präses hin, legte sein Wanderbuch vor und dann gab es einen Eintrag.

00:16:50: Hat er ordentlich, hat ja ein Vereinsleben teilgenommen um dem nächsten Präsis des nächsten Vereins wo er vielleicht anklopft zu signalisieren Der Jogma ist in Ordnung, den kann man aufnehmen.

00:17:02: Warum hat das so einen großen Anglern gefunden und wurde ja dann auch immer größer?

00:17:07: Es gab damit keine Werbung wo du im Fernsehen schalten konntest hier werdet doch Mitglieder oder ihr habt eine Herrberge wenn ihr auf Wanderschaft seid.

00:17:15: Ich glaube es gibt zwei Dinge die dazu beigetragen haben.

00:17:18: Das eine war die wandernen Gesellen die selber auf der Walz waren eben ein Großvater der übrigens bis nach Rom gekommen.

00:17:28: Das wunderbares Foto, wie er mit einem Kollegen in seiner Handwerkerkluffin, der war Schreiner vor dem Petersdorben steht und seine Wanderschaft abgebrechen musste weil er dann erst im Weltkrieg eingezogen wurde.

00:17:45: Und diese wandernen Gesellen haben wir positiv den Verband erlebt Und das, was er leisten kann und was ja eine Hilfestellung gibt.

00:17:55: Persönlich weiter kommen Gott zu Ehren den Gesellen zum Vorteil.

00:18:00: Davon wurde berichtet wenn die dann nach Hause kamen in ihre Wanderschaft beendet haben, wenn sie dann ihre Freundin geheiratet haben sich selbstständig gemacht haben und so begeistert waren davon was Sie erlebt haben durch den Geselleverein, durch die Gesellenhäuser dass sie dann gesagt haben, wir wollen so etwas auch haben bei uns.

00:18:27: Das hat unter anderem zu Gründung meine eigenen Kolbungsfamilie in diesem Jahr ihr wundertes

00:18:32: Geburtstag gefeiert

00:18:33: und gegründet.

00:18:35: Das war der Anders die wanderten Gesellen aus unserem Dorf unterwegs gewesen.

00:18:43: das waren einige.

00:18:44: die haben in den ersten Jahren als sie da wieder zurück waren nochmal geschaut in den Nachbarorten, wo schon Gesellvereine gab.

00:18:52: Aber irgendwann war es dann so weit, dass sie gesagt haben und für Gründen selber ein Gesellenverein, weil das tut den jungen Handwerksgesellen im unserem Dorf insgesamt auch

00:19:03: gut.".

00:19:04: Und welche Rolle hat Adolf Kolping damals gespielt?

00:19:08: War ja der Organisator oder der Manager, der die Hand über allem gehalten hat?

00:19:12: Gut, dass du da noch mal auf zurück kommst!

00:19:15: Was hat zur Verbreitung beigetragen?

00:19:17: Also einmal, wie gesagt die Wand an den Gesellen Selber, die positive Erlebnisse gehabt haben.

00:19:22: Aber Kolbing Selber war ja publizistisch sehr stark unterwegs gewesen und hat eine Zeitung, die unter anderem die reinigen Volksblätter herausgegeben.

00:19:34: Auch über diese Publikation hat er letztendlich gesehen auch immer wieder für seine Ideen der gesellen Vereine und auch für seine gesellen Häuser auch immer wieder geworben.

00:19:48: Ich beschäftige mich zurzeit ein bisschen intensiv mit den rheinischen Volksblättern, das ist schon interessant was sich da auch alles findet aus genau dieser Grunderzeit des Verbandes wie da geworbt wird und dann in jeder Ausgabe berichtet wird.

00:20:05: und wieder sind zwei oder drei neue Denseln vereide und das nicht nur in Deutschland, sondern schon zu Adolf Kolpigs Zeiten natürlich auch im europäischen Sprachraud.

00:20:17: Ganz stark vertreten gewesen ist.

00:20:19: Also Schweiz, Österreich, Rumänien, Kroatien...

00:20:25: Er hat darüber viel geschrieben?

00:20:27: Er hat geschrieben

00:20:27: damit auch

00:20:28: viel Geld verdient oder doch die Arbeit finanziert.

00:20:32: Und ist aber auch mal hin und hat sich das angeguckt und Hallo gesagt persönlich?

00:20:38: hat immer wieder mehrere große Reisen auch unternommen.

00:20:42: Hat bei Katholikentag, den heutigen Katholiktentagen, natürlich auch für seine Gesellenvereine geworben und ist auch selber auf Reisen gegangen teilweise mehrere Wochen lang um dann vor Ort für Gründungen zu sorgen.

00:20:59: Es gibt eine wunderschöne Geschichte wie er in Wien die Gründung des eines katholischen Gesellenvereins auf den Weg bringen.

00:21:09: Und ich glaube, das ist auch das Faszinierende an der Person Adolf Kolbix, der einfach neben einem Großgottvertrauen den Menschen auch etwas zugetraut hat und sie auch bestärkt hat.

00:21:21: Er trifft in Wien den jungen Priester Gruscher – er war später Kardinal von Wien geworden – geht auf ihn zu und sagt du wirst Präses des ersten Gesellenereins hier in Wien, ist auch geworden.

00:21:36: Also auch nochmal fasziniert, also auf Menschen zuzugehen muss sprachlich auch sehr begabt

00:21:43: gewesen sein,

00:21:44: konnte auch tiefgründig über die Seite anliegen dieses Anliege der Katholischen Gesellenvereine und des gesellen Hospitiums sehr begeistert reden.

00:21:54: Also so einer, der in den Raum kommt und alle fesselt weil er spricht und weil ja eben so eine Aura hat?

00:22:00: Ja das ist interessant!

00:22:02: Weil ich finde wenn man Fotos von ihm sieht dann guckt ihr immer so leicht strengen und so sehr nachdenklich fast schon introvertiert.

00:22:08: aber das war ja offenbar gar nicht.

00:22:09: Ich weiß es nicht.

00:22:10: Ich hätte fast gedacht du würdest jetzt sagen

00:22:13: oder

00:22:13: fragen gibt es überhaupt Fotos woher lichelt?

00:22:17: Man müsste nachschauen.

00:22:19: Es ist schon so, er guckt schon immer ein wenig ernst.

00:22:22: Aber das war auch die Zeit, ne?

00:22:24: Fotos von meiner Oma, die guckten alle immer so streng.

00:22:26: Da hat sie kaum mal da gelächelt.

00:22:28: Genau.

00:22:29: Also es gibt die ... Von Johann Gregor Breuer, der den ersten Geselfe in Elbenfeld gegründet hat, gibt's seine Lebenserinnerung und darin beschreibt Johann Gregore Breuer beim ... Ich muss das aber ein bisschen mit Vorsicht lesen, weil Breuer natürlich auch ein Stück weit enttäuscht

00:22:48: war.

00:22:48: Ach so, gab es so ein bisschen... ...menschlich

00:22:50: enttäuscht

00:22:50: waren?

00:22:50: Okay, Stress ja!

00:22:51: Dass Kolping sicherlich das klar hatte was Kolping auch seiner Idee gemacht hat und vielleicht den Eindruck oder so empfunden hat dass seine Grundidee sein Wirken nicht genügend gewürdigt worden ist durch Kolping.

00:23:08: Das bringt Breuer in seinen Lebenserinnerungen schon zum Ausdruck.

00:23:14: Und er beschreibt auch Kolping so, dass es nicht so war, wenn er in einem Raum kam, das ihm sofort alle Herzen zuflohen sondern erst dann, wenn der angefangen ist zu reden begeistert sein diese über die Grundüberzeugung deutlich wurde.

00:23:39: Das muss die Menschen eher fasziniert

00:23:41: haben.

00:23:42: Das war dann so ansteckend.

00:23:44: War Adolf Köpping eigentlich selbst auch auf Vanderschaft?

00:23:48: Ja, kurz!

00:23:49: Der war auch in Köln hier tätig bevor er dann zum Geblasen wieder gegangen ist.

00:23:53: Hätte sich auch bei seinem Meister einheiraten können.

00:23:57: Er hätte das Geschäft übernehmen können aber für ihn war er vollkommen klar.

00:24:02: Er war durch und durch Priester der katholischen Kirche.

00:24:06: ich glaube er wusste auch zu dabei eine Zeit, um alle Licht- und Schattenseiten die es auch immer in dieser Kirche gegeben hat.

00:24:14: Aber er liebte diese Kirche.

00:24:15: Dieser Wunsch wie gesagt Priester zu werden der war wohl so stark dass er dann eben sich auch diese Mühe unterzogen hat schon fast als Erwachsener junger Mann nochmal die Schulbank zu drücken was ich glaube was wohl ist das er seine Studentenzeit im München und auch in Bonn dass er das schon sehr genossen hat.

00:24:39: Auch im tiefen und großen Austausch auch mit seinen Professoren gewesen ist, ist alles gut

00:24:46: beschrieben.".

00:24:47: Aber hätte er die Lehre als Schumacher nicht gemacht?

00:24:50: Dann wäre vielleicht ja auch alles gar nicht so gekommen wie es jetzt am Ende gekommen ist.

00:24:53: Auch wenn er eben immer den Wunsch hatte Priester zu werden war wahrscheinlich aber die Lehren nötig damit er das eben auch alles kombiniert und sagt okay ich weiß aber eben auch was Gesellen brauchen und dass junge Männer eben allein sein können und aufgenommen werden wollen in eine Gemeinschaft.

00:25:07: Das ist vollkommen richtig.

00:25:08: Also das schreibt er auch so, als er dann nachher mit dem Elberfelder Gesellenverein in Verbindung gekommen ist.

00:25:16: Da beschreibt ja auch meine Güte Ja, das hat ja etwas auch mit meiner eigenen Geschichte und mit meiner eigener Biografie zu tun.

00:25:24: Das ist schon richtig!

00:25:25: Also bis vierundsechzig sind dann grundlegende Strukturen geschaffen worden sozusagen die er bis heute bestehen von Adolf Kolping?

00:25:33: Während seiner Lebenszeit wurde er sowohl hier Präses des Kölner Gesellenvereins, dem sogenannten Zentralverein wie er damals genannt wurde und diese Funktion auch noch Jahrzehnte so haben sollte von der Bedeutung her.

00:25:49: Und wurde noch zu Lebensseiten und wurde dann auch der erste Generalpräsis.

00:25:54: Bis heute gibt es ja Generalprésides die an der Spitze des internationalen Werke stehen immer in der Nachfolge Art of Cool Wings.

00:26:03: das hat er auch noch bis zu seinem Tode auf den Weg gebracht.

00:26:07: Er hat das Fundament gelegt, in dem er für seine Nachfolger im Amt des Generalpräses ... so viel Kapital zur Verfügung gestellt hat, dass aus den Erträgen letztendlich gesehen seine Nachfolge auch finanziert

00:26:21: werden.

00:26:22: Ja, er hätte also auch wirtschaftlich schon gearbeitet gedacht.

00:26:25: Der war ein exzellenter Spendeintraber und da könnten wir heute noch viele davon lernen.

00:26:32: Also der wusste wie man bettelt für seinen Anliegen

00:26:36: natürlich!

00:26:36: Und er war natürlich wie gesagt publizistisch tätig gewesen und hat damit natürlich auch einen Stück weit den Verband finanzieren aber natürlich auch seine eigene Stelle und die seiner Mitarbeitenden.

00:26:49: In dieser kurzen Zeit, wenn man sieht was er alles letztendlich gesehen geleistet hat das war ja nur unmöglich weil er auch gute Mitarbeiter gehabt haben, die der unterwegs war, die Vertretung wahrgenommen haben.

00:27:03: Er war schon selber auch ein wirklich guter Ein Organisationstalent, das Wort ist.

00:27:10: Und da so ein bisschen auch?

00:27:11: Ja

00:27:11: und war am Ende seines Lebens auch doch aus dem Vermögen der Mann und hat dann sein gesamtes Vermögan bis auf ganz wenige private Dinge die er Freundin und befreundete Familien unter anderem auch seinen Patenkind dann vermacht hat.

00:27:28: aber alles was am Kapital dabei aber auch seine persönlichen Gegenstände vieles von dem was ich heute In dem kleinen Museum in Kärten bei der Gölpinghaus befindet.

00:27:39: Das hat er alles, den katholischen Gesellenhospitium zu köln.

00:27:43: Das ist der Eigentümer jedes Gölbinghauses international.

00:27:47: Das gibt es noch heute.

00:27:49: Dieses Gesellen-Hospitum war der Haupterbe von Adolf Gölpping und ihm hat er das alles vermacht.

00:27:59: Und das gesellen Hospitium musste dafür Sorge tragen... seine Nachfolger aus dem Kapital letztens gesehen dann auch finanziert wurden durch Inflation und ist vieles davon natürlich nicht mehr da.

00:28:12: Aber das war, dass Grundanliege auch Adolf Köpping

00:28:15: es gewesen.

00:28:16: Und hier kommt eine kleine Zusammenfassung.

00:28:18: Köping Deutschland ist ein katholischer Sozialverband der auf das Wirken von Adolf Korbing zurückgeht.

00:28:24: Er wurde vor über zweihundert Jahren in Kerpen bei Köln geboren und war zunächst Schumachergeselle.

00:28:30: Aber es war sein Traum, Priester zu werden und den erfüllte er sich.

00:28:33: Als Kaplan in Wuppertal-Elberfeld wurde er wieder mit dem Elend der Handwerksgesellen konfrontiert.

00:28:39: In einem von dem Lehrer Johann Georg Breuer gegründeten Jünglingsverein erkannte er das Potenzial für den Aufbau einer sozialen Bewegung die seit eighteenhundertfünfzig zur Keimzelle des heutigen weltweit tätigen Kolpingverbandes wurde.

00:28:54: Sein Engagement für Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen ist immer noch Vorbild für Kolping und genauso aktuell wie vor einhundertfünfundsiebzig Jahren.

00:29:03: Heute hat Kolping weltweit rund vierhunderttausend Mitglieder.

00:29:09: Und er ist ja leider früh gestorben, Anfang fünftig.

00:29:13: aber sein Wirken oder sein Erbe ist weitergeführt

00:29:16: worden?

00:29:17: Ja weil es war alles ganz klar geregelt nach seinem Tode.

00:29:22: Oblach ist dann dem Vorstand des katholischen Gesellenhospitiums hier in Köln den Nachfolger zu

00:29:28: wählen.

00:29:29: Da auch noch bis Anfang des letzten Jahrhunderts war das auch so, dass der Vorschlag des Gesellen-Hospitiums den Nachvolger, den jeweiligen Generalpreises gewählt hat, auch automatisch Vorsitzender des Gesellungspeziums war.

00:29:47: Und es hat sich natürlich einen Nachfolger gefunden, der wahrscheinlich noch irgendwie ein Bezug hatte zu Adolf Kolping oder ihn vielleicht sogar noch gekannt hat?

00:29:55: Nicht nur er sondern auch viele maßgebliche Präsidis die in den Dürzösen und in den Zentralverbänden Verantwortung trugen, die Kolping selber aus eigenem Erleben dadurch natürlich sehr stark geprägt waren.

00:30:10: Natürlich hat das nach seinem Tod bis Anfang des letzten Jahrhunderts auch noch mal weitere Entwicklungen gegeben.

00:30:18: Ich glaube, eine ganz bedeutende Weiterentwicklung war die Gründung von der Fachabteilungen gewesen unter anderem hier in Köln.

00:30:28: Hier beim Katholischen Gesellenverein Kölns Zentral gab es sogenannte Fachabteilungen der Bäcker, der Schneider, der Scheider, den Tischler wo junge Gesellen vorbereitet wurden und qualifiziert worden, damit sie die Meisterprüfung dafür waren.

00:30:47: Also das war eigentlich was wir heute mit den Berufsschulen.

00:30:51: Das

00:30:52: war letztendlich die

00:30:53: Anfänge

00:30:54: unter anderem aus diesen Fachabteilungen stückweit entstanden.

00:30:58: Die ganze Frage der Einrichtung des Serbandes wie die Krankenkassen, die Sterbekassen, wurde in den ersten fünfzig Jahren nach Anoff-Golbingszeit schon noch mal an der Einwärtsstelle weiterentwickelt.

00:31:19: Und es lief dann halt ja mit den Jahren so weiter alles?

00:31:21: Dann kann man wirklich sagen, mit der Jahrhundertwende also Anfang des zwanzigsten Jahrhunders begann nochmal auch dadurch dass eine andere Generation von Führungskräften die sicherlich auch noch beseelt waren von Olaf Kolping und seinem Werk, von der Grundidee.

00:31:41: Aber ihn selber sogar nicht persönlich erlebt haben, von daher gesehen auch noch mal in einer anderen Offenheit.

00:31:47: In der Weiterentwicklung des Verbandes auch unheimlich viel getan haben unter anderem indem ein erstes Verbandsprogramm geschrieben wurde ist sicherlich auch überorientiert am Woll und handelt auf Kolbix oder die Idee

00:32:00: eine Art Satzung?

00:32:02: Das war eine Programmatik keine Satz.

00:32:05: Die Satzungen wurden auch kontinuierend weiterentwickelt.

00:32:09: Also eine richtige Programmatiker.

00:32:10: Sondern das, was heute das Leitbild des Kolping-Bildes von Kolping Deutschland ist, hat es in diesen Jahren gegeben.

00:32:19: Das Verbandschriftum wurde weiter professionellisiert und das Kolpingblatt wurde herausgegeben.

00:32:26: Damals hieß es nicht Kolping über Gratzin sondern Kolbingblatt.

00:32:30: Für die Gesellenhäuser wurde ein erster Verbund, das heute der Verband der Kolpinghäuse ist, geschaffen... als Revisionsverband, der den Gesellenhäusern in wirtschaftlichen Fragen zur Seite stehen sollte und die Interessensvertretung wahrnehmen sollte.

00:32:46: Unser heutiges Kolbinkar wurde während dieser Zeit quasi bis neunzehnunddreißig auf dem Weg gebracht, dass es neben den alten Gesellenfaden – dies Jahr der Stolz eines jeden Gesellenvereins war ein modernes Zeichen, ein Banner hingeschaffen worden ist dass er bis heute seine Gültigkeit hat.

00:33:07: Und die Identifikation ist, ne?

00:33:09: Genau und eigentlich auch ziemlich weit über den Verband hinaus bekannt ist.

00:33:15: Wo ich finde, wo es gut ist, dass man es nicht versucht hat zu verändern, weil ich finde das immer noch aus der Hälfte stark.

00:33:25: Das sind alles so Punkte gewesen, die dann letztendlich gesehen bis Da wurde dann der deutsche Verband gegründet.

00:33:39: Also das, was wir heute Kolbing Deutschland nennen ist erst während dieser Zeit auch gegrundet worden weil natürlich durch verinnerte gesellschaftliche und kirchliche Veränderungsprozesse auch neue Notwendigkeiten im Verband entstanden sind.

00:33:57: Das war eigentlich immer schon eine Stärke des Verbandes gewesen, glaube ich bis zu heutige Zeit.

00:34:03: Dass ob man auch angesichts von gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungsprozessen versucht hat mitzugehen, darauf eine Antwort zu geben?

00:34:13: Wie können wir ohne die Grundidee zu vernachlässigen?

00:34:19: Wie könnten wir in diesem Sinne aktuell immer wieder weiter und auch attraktiv sein, dass Menschen sagen, da würde ich gerne

00:34:28: Und es ging ja auch alles gut, bis dann eben der dreißigste Jahr im Monats nach dreiunddreißig kam und Hitler Reiskanzler wurde.

00:34:35: Und da eben einiges passiert ist – was das alles isst?

00:34:40: Das erzählen wir euch in der nächsten

00:34:53: Folge!

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