Adolph KOLPING und sein Werk - Teil 2

Shownotes

In dieser zweiten Geschichtsfolge erfahrt ihr, was nach dem gewaltsamen Ende des deutschen Gesellentages in München durch die Nazis im Juni 1933 passierte, wie es nach dem zweiten Weltkrieg weiterging und wie neue Akzente gesetzt worden sind. Ein weiterer Höhepunkt: das 100-jährige Bestehen im Juni 1949.

Gast: Ullrich Vollmer, ehemaliger Kolping-Bundessekretär
Host: Johanna Horn

Wer mehr über die reiche Vergangenheit von Kolping Deutschland und die handelnden Personen erfahren möchte, dem sei die „Verbandsgeschichte in Lebensbildern“ empfohlen, die im Kolping-Shop online zu bestellen ist. Das zweibändige Werk von Thomas Dörflinger und Ulrich Vollmer schildert anhand von Porträts prägender Persönlichkeiten, wie der Verband zu dem geworden ist, was er heute ist. Die Bände behandeln die Anfänge (1846–1945) und die Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung (1946–1995). Zum Online-Kolping-Shop Mehr Infos zur Verbandsgeschichte

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00:00:05: Herzlich willkommen hier bei Gesellig der Colping Podcast.

00:00:09: Der katholische Sozialverband Colping ist benannt nach seinem Gründer Adolf Colping.

00:00:14: Er widmete sich der Lebenssituationen, der Handwerksgesellen und kämpfte eben für Solidarität.

00:00:20: Und um ihn ging es bereits in unserer letzten Folge.

00:00:23: weil der Mann aber eben ein solch bewegtes Leben hatte und sein Werk so groß war und so groß geworden ist geht's in dieser Folge weiter mit der Geschichte und auch dem Erbo von Adolf Kolping.

00:00:34: Denn durch ihn ist einer der größten Verbände in Kirche und Gesellschaft entstanden.

00:00:39: Kolping hat heute rund vierhunderttausend Mitglieder die Hälfte davon in Deutschland die sich inspiriert von Adolf Kolping sozial engagieren für zum Beispiel Bildung, Familien und Geflüchtete.

00:00:50: Und an meiner Seite ist Ulrich Vollmer ehemaliger Bundessekretär.

00:00:54: Er hat gemeinsam mit Josef Holtkotte das Buch «Kolping eine Geschichte mit Zukunft» herausgegeben.

00:01:00: Da steht eben auch sehr viel drin über Adolf Kalping.

00:01:02: Hallo lieber Uli!

00:01:04: Wir waren in der letzten Folge stehen geblieben, in der Zeit des deutschen Nationalsozialismus und diesem gewaltsamen Ende des Deutschen Gesellentages in München durch die Nazis im Juni.

00:01:17: Was ist da passiert?

00:01:34: Nationalsozialisten zerschlagen worden im Wasser des Wortes, hat dann offenbart das es kein Weiterbestehen geben kann, geben wird.

00:01:49: Wenn es nicht grundsätzliche Änderungen gibt ein Überleben für Kolping, ich sage mal bewusst für Kolbing geben wird wenn es nicht Grundsätzlicheränderung vor allem für den Verband und seine Einrichtung die es damals gab hier in Deutschland geben würde.

00:02:07: Der Hintergrund hat natürlich damit zu tun, dass die Nationalsozialisten von ihrer Ideologie her nicht akzeptieren konnten, die ja als ein Regime eine Diktatur das gesamte Leben, alle Lebensbereiche der Menschen letztendlich gesehen auch erfassen wollten und bestimmen wollten.

00:02:32: Es war vollkommen klar, dass für eine berufsständische Organisation, die der damalige Gesellschaft gewesen ist, dass es dort kein weiteres Existieren mehr geben könnte.

00:02:50: Also der Gesellentag ... Man hatte vorher noch die Hoffnung, ob es ein weiterer Wirken als katholischer Gesellschaft nach Januardrein dreißig auch geben könnte.

00:03:04: Aber die Tage in München haben wirklich gezeigt, dass man nicht damit rechnen durfte.

00:03:13: Sehr anschaulich wird das beschrieben in einer Dissertation, die in der Zeit des Nationalsozialismus alle Hintergründe sauber recherchiert.

00:03:32: wird eigentlich aufgezeigt, wie damals dieses Ringen gewesen ist.

00:03:36: Wie kann es uns gelingen zu als Verband?

00:03:40: Als diese Idee an Of Callings mit seinen Geselfereien auch das wir auch weiterhin existieren können.

00:03:47: Das wäre nie gegangen weil letztendlich gesehen ist noch ein Bereich gab der da schon mal Ausschluss nämlich in die deutsche Arbeiterfront Und alle Berufstätigen und auch aller Handwerksgeselle, die eine Beschäftigung haben wollten, mussten Mitglied während der Deutschen Arbeiterfront.

00:04:13: Seitdem es der Deutsche Arbeiter Front gab, ist das sogenannte Doppelmitgliedschaftsverbot.

00:04:18: Das hieß letztendlich gesehen.

00:04:21: Man konnte nicht Mitglied der deutschen Arbeiter front sein, wenn man in irgendeiner Gewerkschaft vorbei, die schon ausgelöst und zerschlagen worden sind oder Konfessionell, berufständischen Verband konnte man nicht mitglied sagen.

00:04:35: Also das hätte auch letztendlich gesehen langfristig zu einem Ausbluten des Verbandes gesehen.

00:04:42: und nachdem diese Erkenntnis gereift hat, das hat dann noch einige Zeit sicherlich auch nach dem deutschen Gesellschafttag im Bündchen nochmal gebraucht ist man da hingegangen den größten Einschnitt sowohl in Strukturen, in inhaltlicher Ausrichtung.

00:05:02: In der Zielsetzung, in der Zielgruppe des Verbandes vorgenommen wie es ihn in der vorherigen Zeit nie gegeben hat.

00:05:10: zum einen in dem man sich umbenannt hat nämlich die deutsche Copics-Familie also nicht mehr den Namen katholischer Gesellenverein oder Verband der Katholischen Gesellen Vereine genutzt haben sondern bewusst deutsche Kolbungsfamilie, in dem man nicht nur die bisherigen Gesellen, die sogenannte Gesellen dann als Mitglied hatte.

00:05:39: Nur ledige Handwerksgesellen konnten bis zu den dreißigjahr Mitglied des Sonntags sein.

00:05:44: mit Heirat und Selbstständigkeit schiet man ja aus.

00:05:49: Und im Umfeld dieser Gesellenvereine gab es aber auch viele Menschen, die als ehemalige Mitglieder des Gesellschaftenvereins die Geselfereile vor Ort begleitet haben.

00:06:05: In Schutzvorständen mitgewirkt haben sie sich als Meistergruppen gefunden haben also wirklich die Ehemaligen.

00:06:13: Und für die hat man das dann auch geöffnet?

00:06:15: Und

00:06:15: alle diese Ehemaltigen, die hat Man dann letztendlich gesehen zu

00:06:19: Mitgliedern gemacht.

00:06:20: Die brauchen wir oder die holen

00:06:22: Wir zurück und machen Sie zum Mitglieder Und dann, das muss man heute wirklich auch sagen.

00:06:28: Dadurch war natürlich aus diesem klassischen reinen jungen Verband der Kolbingerk oder der katholische Gesellenverein gewesen ist, war das der erste Schritt zu einem Generationen

00:06:40: zu übergreifenden

00:06:40: Verband in dem Mann aber nur die männlichen.

00:06:44: Ja okay, das waren noch

00:06:46: Sieggruppe.

00:06:50: Das hat dann auch dazu geführt Dann, als der Krieg auch begann.

00:06:58: Was man sicherlich nicht vorausarmen konnte und sicherlich kein eigentliche Beweggrund gewesen ist aber sich im Nachhinein so herausgestellt hat weil natürlich die dann Gesellen, die Mitglied der Kolbix-Familie waren ja in der Regel auch eingezogen wurden.

00:07:19: Und während der schweren Kriegsjahre haben viele der ehemaligen, die dann ab dreiund dreißig wieder Mitglied werden konnten haben jetzt endlich gesehen so weit das überhaupt möglich war.

00:07:32: Dafür Sorge getragen dass der Verband auch weiter bestehen konnte vor Ort auch soweit vor allem innerkirchlich weil natürlich ein öffentliches wirkt

00:07:46: Auch

00:07:46: der Kolbungsfamilien ließen den Nationalsozialisten nicht zu und von daher gesehen war während dieser Zeit Eigentlich Verbandsarbeit nur im Klassischen, man sagt dazu in Sackkristall-Kristen

00:08:00: tun.

00:08:02: Das heißt der Verband konnte zwar weiter bestehen aber eigentlich nicht so wie er sollte und wollte?

00:08:07: Nicht

00:08:08: mehr auf seinen vorigen klassischen

00:08:10: Aufgaben.

00:08:11: das war keinsterweise mehr überhaupt möglich.

00:08:14: alles was mit berufsständischer Arbeit zu tun hat Bildungsarbeit zu tun gehabt ging nicht mehr wirklich.

00:08:21: Auch alles mit sportlichen Aktivitäten, die es gegeben hat.

00:08:25: In den Gesellenvereinen gab's ja Gesachsabteilungen, Theaterabteilung, Sportabteilungs- und ... Alles das war nicht mehr möglich, sondern man beschränkte sich sehr stark noch mal auf die Person an auf Kolping.

00:08:40: Damals wurden die Kolpe Gedeckttage eingeführt.

00:08:43: Der Siedelsprechungsprozess an auf Colping wurde nochmal wieder aufgegriffen.

00:08:49: Man versuchte die Person an auf Kolbs wieder in das Bewusstsein

00:08:53: der Leute

00:08:56: zurück.

00:08:58: Das war letztendlich gesehen ein Wirken, was auch dazu geführt hat dass teilweise Gesellenhäuser enteignet worden sind wenn sie dicht vorher Fahrgemeinden oder Orden übertragen worden sind dass teilweise auch einige Dürze-Sanverbände zwangsweise aufgelöst worden sind, nicht alle aber auch Kolbingsfamilien dann aufgelösst wurden.

00:09:26: Weil ihnen vorgeworfen wurde das sie Tätigkeiten machten die letztendlich gesehen eben nicht mehr geduldet.

00:09:35: Eine unfassbar schwere Zeit damals oder überhaupt zu überleben für diesen Verband?

00:09:40: Kannst du da irgendwie ausmachen Waren das die Menschen, die das dann möglich gemacht haben in diesen richtig heftigen Umständen?

00:09:48: War es vielleicht wirklich auch das was Adolf Köpping eben hinterlassen hat.

00:09:52: Es ist so wertvoll war dass man gesagt hat ne wir müssen da jetzt dran festhalten kommen was wolle.

00:09:57: also?

00:09:57: ich glaube es ist damals viele leitungsverantwortliche sowohl präsidents als auch lion gegeben hat.

00:10:06: man muss natürlich wissen dass diese korbingsfamilien geleitet wurden.

00:10:10: Die eigentliche Leitung lag beim Präsis des Vereins.

00:10:14: Ihm zur Seite, stand bis in der Sénior.

00:10:20: Das war der Vertreter der Gesellen.

00:10:26: Ab die Jahre kam es dann noch den Alt-Sénior, das war der Vertreter der ehemalige.

00:10:35: Und man hat die Satz zu ... Mit der Umwandlung hat man das sogenannte Entführungsstriche-Führerpräzip eingeführt.

00:10:49: Das hieß letztendlich gesehen, dass nicht durch Wahl jemand in ein Amt kam, sondern der Reichspräsis bestimmte, wer wird Reichssenor?

00:11:01: Wer wird Reichsalzsenior?

00:11:03: Der Dürts Samenpräsis entschied Er wird sozusagen Senior und wird sozusagen Alt-Senior.

00:11:11: Und vor Ort in der Kolbingsfamilie entschied der Präsis, der KolbingsfamILie.

00:11:16: Der Hintergrund war man wollte dadurch sicherstellen dass keine Nazis in Verantwortung

00:11:20: kamen.

00:11:21: Man wollte den Laden sauber haben!

00:11:23: Ja

00:11:23: und das ist auch geschafft worden?

00:11:25: Das ist weitgehend auf jeden Fall geschafft worden.

00:11:28: Weitgehend.

00:11:30: Diese Kriegsjahre sind ja dann fünfundvierzig geendet.

00:11:35: was war da Dann los.

00:11:38: Der Verband war quasi leitungslos gewesen, weil der damalige Generalpreis es führt bei einem Bombenangriff hier in Köln, hier im Koltinghaus.

00:11:52: Und dann natürlich durch die damaligen Nachkriegssituationen alles was wir heute mal eben über Kontakte und miteinander in Verbindung treten können äußerschwer auch gewesen.

00:12:09: Dann wurde ziemlich zügig nach dem Krieg ein Nachfolger als Generalpräsis gewählt, der dann auch zugleich Deutscher...

00:12:21: ...dann aber wieder gewählt?

00:12:22: Er wurde gewählt!

00:12:25: Aber aufgrund der damaligen Nachkriegs-Situationen wurde jemand gewählt der vorrangig von Deutschen delegiert

00:12:36: Und der General- und Zentralpräses hieß Johannes Dahl.

00:12:40: Vor allem die ausländischen, delegierten oder Mitgliedern des Generalrates, die zu wählen hatten und nur teilweise teilnehmen konnten haben dann letztendlich gesehen diese Wahl erstmal so auch nicht akzeptiert.

00:12:58: Das hat dann auch zu einigen Verwerfungen geführt.

00:13:03: Der damalige Generalpräsis Der erste nach dem Zweiten Weltkrieg, der gewählt wurde hat dann damit auch das internationale Werk weiter bestehen kann.

00:13:14: Das ist endlich gesehen sein Amt, die da gelegen und seine Rücktritt angeboten, damit ein neuer Generatresis gewählt werden konnte.

00:13:25: Wir sind dann einige Jahre weiter unter Beteiligung der internationalen Deligierten.

00:13:34: müssen heftige Jahre gewesen hat.

00:13:37: Es gibt ein sogenanntes Tagebuch, das ist auch veröffentlicht worden.

00:13:40: Von wem?

00:13:41: Das ersten Generalpräsis, der dann nachher seinen Rücktritt

00:13:44: erklärt hat,

00:13:46: der quasi durch dieses zerstörte Deutschland Gefahren ist und dann versucht hat, Kontakte wieder zu knüpfen mit den Verantwortlichen in den Tür zu lösen, in den großen Kolbungsfamilien ins Gespräch zu kommen und sich ein Bild gemacht hat von dieser Situation.

00:14:03: ganz spannend alles zu lesen.

00:14:06: Das können wir uns gar nicht vorstellen, wie mühsam es gewesen sein muss nach dieser Zeit wieder belastbare verbandliche Strukture noch aufzubauen

00:14:16: und auch Mitglieder ja anzuwerben.

00:14:18: Die älteren Mitglieder waren ja da ein Großteil der jüngeren Mitgliedern waren dann teilweise noch in Gefahren geschaffen kam alles noch mal mit dazu.

00:14:30: Und dann muss man natürlich nach nineteen und fünfundvierzig sehen, dass natürlich viele Geflüchtete natürlich auch eine Verbandserfahrung haben.

00:14:39: Vor allem wenn sie aus Ostdeutschland kamen.

00:14:43: also es gab den Dürrzesalenverband Breslau.

00:14:46: der war bis neunzehnundfünfundvierzigt der größte Dürzelsalm Verband

00:14:50: gewesen.

00:14:51: Und viele Dürze verbände westdeutsche Dürzesanverbände haben viele dieser Geflüchteten, Kolping-Geschwister dann.

00:15:03: Auch aufgenommen sind dort wirklich geworden.

00:15:05: Teilweise sind da von diesen Geflüchteten ... Wenn sie in Gemeinde kamen oder wo es keine Kolpingsfamilie gab, wurden dann Kolpungsfamile gegründet.

00:15:15: Also das endlich gesehen diese Zeit hat dazu beigetragen dass ist auch so etwas wie eine Gründungswelle von Kolpigsfamilen gegeben

00:15:25: und man eben wieder neuen Zulauf bekamen.

00:15:27: ja

00:15:29: muss man dann auch noch mit berücksichtigen, dass dann nicht direkt nach nineteenhundertvierzig aber spät ist es in Nachneunzehnhundfünfzig.

00:15:40: Es eine Ausweitung gab der Zielgruppen.

00:15:44: also der Verband öffnete sich auch indem er nicht nur sagte wir wollen Mitglieder haben die im Handwerk tätig sind sondern auch andere Berufsgruppen aus anderen Bereichen auch die Möglichkeit gegeben hat, Mitglied zu werden.

00:16:00: Aber immer noch mehr da.

00:16:02: Aber was hat sich geändert?

00:16:03: Also der Verband hat er sich nochmal neu aufgestellt und gesagt kommt dann machen wir jetzt nochmal

00:16:07: Neuanfang.

00:16:08: alles auf links gedreht hat man wahrscheinlich nicht.

00:16:10: Was hat sich denn geändert?

00:16:12: dadurch auch?

00:16:13: oder ist vielleicht auch verloren gegangen?

00:16:14: ein Stück weit

00:16:16: also es hat nach hat es doch mal Bemühungen gegeben, wieder da anzuknüpfen.

00:16:22: was ist bis neunzigdreisig gegeben unter anderem die Wanderschaff.

00:16:27: Und das hat man dann doch obwohl man dort wirklich einiges an Kraft noch investiert hat dann schnell gemerkt dass jetzt nicht mehr wieder so geben wie es mal gegeben gewesen ist.

00:16:39: ich glaube das hat unter anderen auch damit

00:16:41: zu tun

00:16:42: gehabt dass man hingegangen ist und gesagt hat Nehmen wir auch Abschied von dieser ausschließlich Zielgruppe, die sich aus dem Bereich des Handwerks rekrutiert und weiten noch mal auf andere Berufsgruppen aus.

00:17:01: Das glaube ich ist eine wesentliche Gruppe oder ein wesentlicher Grund Und ein zweiter wichtiger Punkt gewesen das es nach viele Neugründung von Vereiern gegeben

00:17:18: hat.

00:17:19: Also es gibt Diözösen, wo einhundert, zweihundert Vereien neu gegründet worden sind.

00:17:25: in diesen Fahrgemeinen gab es dann aber erst mal keine Kolbungsfamilie.

00:17:30: Aber

00:17:32: wenn es dann in dieser Fahrgemeine Mitglieder des Verbandes gab die das aber eine Trisse hatten und gesagt haben, dann in unserer neuen Fahrgemeinde wollen wir auch eine Kolbingsfamilinge haben.

00:17:45: Das hat dazu geführt, dass es nach der Zweiten Weltkrieg eine Buben von Neugründung ins Gesamt gegeben hat.

00:17:53: Kirchlicherseits Gründung vom Fahrgemein, der Verband oder ehemalige Mitglieder des Verbandes die gesagt haben und in dieser Fahrgemeinde beheimatet waren dann wollen wir hier in unserer Fahrgemeine auch eine Koldigsfamilie haben.

00:18:10: Da kam zwar die Trissenslagen zusammen Das hat zu einem richtigen, groß Zulauf und Aufschwunden geführt.

00:18:18: Und auch zu einer Öffnung?

00:18:20: War man irgendwie noch offener, kam dann endlich die Frauen

00:18:25: ... Nee das dauert noch mal.

00:18:26: Das dauert immer noch

00:18:27: einmal!

00:18:29: Aber hat man sonst noch vielleicht auch das Leitbild erweitert um Dinge?

00:18:34: oder sagte man nee, dass das steht für sich nach wie vor.

00:18:38: Auch nach all dem was uns passiert ist und wiederfahren ist.

00:18:41: Man hat, mit dem ich richtig im Kopf hatte, dass es einen großen Kolping-Tag gab hier in Köln.

00:18:49: Und anlässlich dieses Kolping Tages hat man soweit was Ähnliches wie ein Programm veröffentlicht wo man nochmal bewusst deutlich gemacht hat Wie der Verband dieser katholische Sozialverband und sozialverband heißt ja letztendlich gesehen das Dieser Verband sich in der Berufs- und Arbeitswelt engagiert.

00:19:16: Katholische Sozialverbände haben einen berufshundarbeitsweltbezogenen Bezug, daher kommt der Begriff Sozialverband durch die Öffnung auf andere Berufszweige hin.

00:19:33: und dann natürlich auch mit Blick darauf dass die Bundesrepublik Deutschland als demokratischer Staat an das Laufen kam, hatte man dann natürlich in diesem Dokument seinen Willen bekundet wie man beim Aufbau dieses Staates sich beteiligen will.

00:20:01: Wie man sich einbringen will.

00:20:03: Und da kommt natürlich diese alte Grundidee also auf Kolbix, der gute Staatsbürger.

00:20:09: Natürlich auch wieder mit hinein und das ist ja interessant wenn man sieht wie viele Mitglieder der Kolbigsfamilie aus Kolbiks Bereichen Mitgliedern des ersten deutschen Bundestages gewesen sind Auch zu dermaliger Zeit.

00:20:23: Ich bin dabei die Listen mal zusammenzustellen.

00:20:26: Das ist mühsamer Arbeit Aber man kriegt das hintereinander.

00:20:32: Das ist schon beeindruckend gewesen!

00:20:33: Aber

00:20:34: heißt es auch, dass man dann eben mehr den Bezug zur Politik hatte und vielleicht auch wollte?

00:20:40: Ja, das war natürlich bewusst gewohnt.

00:20:43: Also auch schon wegen der Weimarer Zeit – auch da muss man sagen zum Beispiel der Reichssenior bis in die Neunzehnte dreieinunddreißig war Mitglied des Deutschen Reichstages gewesen.

00:20:58: Das Katholische Gesellenverein aus dem Bereich der Katholischen Gesellenforeine waren Mitglieder auch des Deutschen Reichstages gewesen.

00:21:07: In der Regel sehr eng verbunden mit der Zentrumspartal, das hat natürlich alles seinen Grund auch

00:21:14: gehabt

00:21:16: und ein Stück weit hat man da auch daran angeknüpft und es hat natürlich auch etwas damit zu tun gehabt dass man davon ausgehen konnte dass Mitglieder der Kolbungsfamilien keine Nazi-Vergangenheit haben.

00:21:32: Und dadurch natürlich für den Neuaufbau von demokratischen Strukturen oder auch der Parlamente, ob Landtage, ob Bundestag, ob Kreistage und und und, maßgeblich aus den katholischen Sozialverbänden unter anderem KAB aber wie gesagt auch sehr stark der Kolbsfamiling dann letztendlich gesehen auch gewonnen

00:21:56: wurden.".

00:21:56: weil sie unbelastet waren.

00:21:58: Erlebten wir später nach der Wende, haben wir dasselbe erlebt in Ostdeutschland.

00:22:04: So, apropos Wende... die Frauen, Uli!

00:22:07: Da waren wir ja stehen geblieben, da las ich auch wirklich nicht locker.

00:22:10: Wann durften die dann endlich dazukommen?

00:22:13: Komme ich drauf nochmal was glaube ich auch wichtig ist das Mann und das war noch mal anders als bis nineteenhundertfünfvierzig Das der Fall war, dass man nach in diesem Wiederaufbau und dann sich in diesen Kolbungsfamilien auch noch mal um jüngere Mitglieder.

00:22:35: Vor allem in der Zeit von ab vierzehnt, also wenn sie letztendlich gesehen auch in die Ausbilden kamen

00:22:41: oder

00:22:41: in die Lehre ging, auch normal.

00:22:43: Und das waren dann die sogenannten Jungkolbinggruppe.

00:22:46: Also der Begriff Jungkolping, der viele Jahre heute noch gebraucht wird – wo aber Kolbingi Hut heute mit gemeint ist!

00:22:55: Der findet sich eigentlich erst nach nineteenhundertfünfvierzig und wo auch ein Jugendreferat, ein Jungkolping-Referat eingerichtet worden ist.

00:23:07: Einige Publikationen herausgegeben worden sind für die sogenannten Jungkolpingführer nicht erschreckend wenn ich jetzt von Jungkolbingführern spreche aber so war einfach diese Bezeichnung.

00:23:19: Das hat natürlich auch diese ersten Jahre noch mal geprägt.

00:23:22: Und dann gab es in den letzten sechs Jahren eine Zentralversammlung im Würzburg und im Rahmen dieser Zentral- versammlung gab es intensive Diskussionen um die Frage, ob Frauen und Mädchen auch Mitglied bei Kolping

00:23:37: werden können.

00:23:37: Von wem kam das auf?

00:23:39: Also soweit ich heute... Das nachvollziehen kann und was die Aktenlage hergibt, muss man sagen.

00:23:47: Waren uns zu der Zeit unsere Kolping-Geschwister sein wäre heute in Ostdeutschland also in der ehemaligen DDR schon weit voraus gewesen.

00:23:59: Da gab es die ersten weiblichen Mitglieder.

00:24:03: das geht aus einem der Bücher, die ich zusammen mit dem Thomas Dörflinger herausgegeben habe zu den jemaligen Epochen die Einleitung

00:24:14: geschrieben

00:24:14: habe, auch deutlich daraus hervor.

00:24:18: Und an dieser Stelle der Hinweis?

00:24:20: Wenn ihr mehr über die Vergangenheit von Kolping Deutschland erfahren möchtet dann empfehlen wir euch die Verbandsgeschichte in Lebensbildern.

00:24:28: In diesem zweibändigen Werk von Thomas Dörflinger und unserem Gast Ulrich Vollmer wird anhand von Porträts prägender Persönlichkeiten geschildert wie der Verband zudem geworden ist was er heute isst.

00:24:40: Die Bände behandeln

00:25:09: Das war damals, wenn ich das richtig sehe.

00:25:14: Die Akte von über die Zentralversammlung, wie ist das ja namens?

00:25:18: Zentral-Versammlung.

00:25:19: Das sind wir heute Bundesversammlungen.

00:25:24: Und muss mich da auch dann meine Ruhe mit reinknien.

00:25:27: Aber so selbstverständlich ist das eigentlich nicht gewesen aber eben mehrheitlich umgesetzt.

00:25:33: was dann aber auch und das muss man wissen Nur weil irgendwo mal etwas erschienen wird, ist das

00:25:39: noch nichts gemacht.

00:25:41: Das

00:25:43: hat

00:25:45: jahrelang im wahrsten Sinne des Wortes gebraucht um das wirklich, dass es umgesetzt worden ist in meiner eigenen Kolbis-Familie bis zu zehn Jahre.

00:25:54: Nein!

00:25:55: Zehn Jahre?

00:25:56: Ich kann mich doch gut erinnern, das muss siebzig, siebenzig gewesen sein.

00:26:00: Das ist in der damaligen Generalversammlung... intensive Diskussion darüber gab, ob man denn jetzt auch Frauen aufnehmen wollte.

00:26:09: Im Bereich der Jugend war das kein Problem.

00:26:11: aber im Bereich der Erwachsenen so nach dem Motto die Frauen kam er so und somit man wollte auch teilweise dann der Kfd unter dem katholische Frauenbund vor Ort keine Konkurrenz machen und Frauen waren auch gern gesehen bei den Veranstaltungen.

00:26:28: Aber eine Mignitzschaft das war eigentlich nicht so selbstverständlich.

00:26:32: Und dass hat sich Aber wirklich, und das muss ich sagen Gott sei Dank positiv entwickelt.

00:26:37: Ja

00:26:38: weil irgendjemand dann gesagt hat ne wir machen das jetzt?

00:26:40: Und es hat sich rausgeschält Es hat niemandem geschadet oder?

00:26:43: Nein, es hat das Kolbingwerk positiv verändert.

00:26:46: aus meiner eigenen Erfahrung heraus Ich glaube ich habe das auch häufig gesagt wenn ich unterwegs war als Bundessekretär zu Jubiläen und bei Festansprachen Das war eine der klügsten Entscheidungen die der Verband jemals getroffen hat.

00:27:01: Und die verbandliche Entwicklung zeigt ja vor allem auch im Bereich der Jugend, der kolblichen Jugend.

00:27:07: Dass mittlerweile der Anteil der weiblichen Mitglieder wesentlich höher ist als die der bändlichen Mitgliedern.

00:27:15: Und hat sich damit was verändert?

00:27:17: Dass eben auch

00:27:17: Frauen

00:27:18: mit Glied werden durften?

00:27:21: Frischer Wind oder vielleicht ein Umdenken...

00:27:24: Also ich glaube vor Ort hat sich so viel nicht verändert weil Ich glaube, es hat immer noch Jahre gebraucht bis Frauen in Leitungsverantwortung vor Ort

00:27:37: gekommen sind.

00:27:37: Genau.

00:27:38: Und auf überörtlicher Ebene erst recht.

00:27:40: Das hat wirklich lange gebrauchen.

00:27:43: Es war immer noch bis in die achtziger Jahre alles sehr männlich orientiert gewesen.

00:27:51: natürlich Die starke Stellung der Präsidis ist im Verband immer schon gegeben hat aber auch die Führungspositionen auf Dürze sahen, eben oder auf Landesebene und auf Bundesebene.

00:28:05: Das war immer noch sehr, sehr männlich orientiert.

00:28:09: Hat man sich so schwergetan?

00:28:10: Weil das auch nicht in der Kirche zugelassen ist?

00:28:14: Und weil man da ja sich anlehnt tatsächlich auch auf Köpping Priester katholischer?

00:28:20: Daran wird das nicht gelegen haben.

00:28:22: Das glaube ich.

00:28:23: Also das hat jeder was mit katholischer Kirche zu tun, Präsidentsfunktion, die es ja schon seit jeher gab.

00:28:35: Es hat einfach Zeit gebraucht.

00:28:37: und wenn dann Frauen, also ich weiß noch gut als die erste Diözesanvorsitzende gewählt worden ist...

00:28:44: Die Erste weibliche Diötesan-Vorsitzender war Hildegard Schulz.

00:28:49: Sie wurde der Erste Vorsitzende des neuen Diöcesanverbandes Hamburg.

00:28:54: Ich war damals Diöze Sanversitzender.

00:28:56: Das war in einem anderen Dürde zu sagen, wie viele meiner Kollegen erst mal geschluckt haben.

00:29:03: Und wenn dann ... In den Sitzungen und das war diese Dürre zu sagen von Sitzenden, die war schon taff.

00:29:11: Die wusste was sie wollte.

00:29:14: Und die hat ihren Kollegen auch deutlich zu verstehen gegeben und auch gezeigt dass sie etwas kann.

00:29:22: Ich glaube, das hat wesentlich dazu beigetragen erst mal andere auch Mut hatten, letztlich gesehen zu sein und ich will mich da auf dieser Ebene engagieren.

00:29:35: Und natürlich kommt natürlich auch nochmal hinzu das... weil sich hat er gesagt im Bereich der von Jungkolping und von Kolping Junge Erwachsene.

00:29:46: also es wurde unterschehen.

00:29:48: Jungkolping war von vierzehn damals bis achtzehn und die Gruppe Kolping Junger Erwachsinepanen ab und dann bis dreißig, beziehungsweise wenn jemand heiratete das blieb oder wenn jemand selbstständig wurde schied aus der Gruppe Kolping aus.

00:30:10: Dann ging er automatisch rüber in die sogenannte Gruppe Altkolping später der Gruppen Erwachsene.

00:30:17: Und aus dem Bereich wo ja sowohl von Jungkolping als auch Kolp-Junge erwachsene kam natürlich auch eine Generation von Frauen, von jungen Frauen die verbandlich geprägt waren und die sagen wir mal wirklich auch ihr Wort machen konnten.

00:30:37: Und auch eine Idee vom Verband haben und den Willen hatten Verband zu prägen und mitzugestalten.

00:30:43: Viele aus diesem Bereich sind später in diese Gesamtverantwortung für das Verband gekommen.

00:30:52: Das hängt irgendwie alles zusammen, das sind so Entwicklungen was einfach noch Zeit braucht.

00:30:58: Aber sich jetzt gefügt hat und wahrscheinlich auch im Sinne von Adolf Kolping?

00:31:02: Was

00:31:02: fängt gut jetzt

00:31:04: ja.

00:31:04: Sagt Uli Vollmar hier bei Gesellig der Kolping Podcast Und wir sind ja noch lange nicht am Ende denn wir schreiben mir das Jahr zwanzig.

00:31:13: Das heißt wir müssen nur ein bisschen reden.

00:31:14: Uli ich freue mich auf die nächste Folge.

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